Das 25. Oldenburg Filmfestival

CHAPEAU Momente: Fünf Tage feierlicher Ausnahmezustand

Mehr als 15.000 Besucher, zahlreiche internationale Gäste und ­glanzvolle Feten – auch im 25. Jahr seines Bestehens sorgte das Oldenburg Filmfestival wieder für viel Glamour in der Stadt. Im Jubiläumsjahr präsentierte Festivalleiter Torsten Neumann ein neues Festival-Artwork und überraschte das Publikum mit einem eigens hergestellten Festival-Trailer mit liebevoll-ironisch eingesetzten James-Bond-Einlagen. Außerdem waren aus Anlass des 25. Jubiläums neben den aktuellen Produktionen noch einmal Highlights aus früheren Jahren zu sehen, darunter die Filme „Hany“ aus 2014 oder „Oh Boy“, der 2012 das Festival eröffnete.

And the winner is …

Diese Ehre gebührte in diesem Jahr erstmals einem nichtdeutschen Film: Das russische Drama „Unforgiven“ erinnert an die furchtbare Flugzeugkatastrophe im ­Jahre 2002, als sämtliche Insassen eines russischen Flugzeugs nach einer Kollision mit einer Frachtmaschine über der deutschen Stadt Überlingen am Bodensee ums Leben kamen – darunter 49 Kinder. Regisseur Sarik Andreasyan war in Begleitung von Drehbuchautor Matthew Jacobs und Produzent Lenny Levi zur Premiere nach Oldenburg gekommen. Zu den ­weiteren internationalen Gästen zählten in diesem Jahr Hollywoodstars wie Keith Carradine und Molly Ringwald oder der britische Schauspieler, Autor und Regisseur Bruce Robinson, dem das Festival eine Retrospektive widmete.

Unangefochtener Star

Unangefochtener Star des Filmfests aber war in diesem Jahr Oscarpreisträger Keith Carradine. Wie sein 2009 verstorbener Bruder David gehört Keith Carradine schon zur zweiten Generation des Schauspielerclans, der in Hollywood mittlerweile in die dritte Generation reicht. Das Filmfestival Oldenburg zeigte mit „Ray Meets Helen“ von Alan Rudolph nicht nur einen aktuellen Film mit Keith Carradine, sondern widmete dem Star auch den Stern Nr. 13 auf dem OLB-Walk of Fame.

Party-Locations

Zwischen den Vorstellungen wurde natürlich auch gefeiert. Zu den wie immer geheim gehalten Party-Locations gehörte diesmal auch die CHAPEAU-Redaktion, wo sich die anwesende Kino-Prominenz neben dem Branchen- und Partytalk auch aus den ausliegenden Heften darüber informierte, was in Oldenburg und Umgebung angesagt ist.

Der Abschluss

Der Film „Frühes Versprechen“ von Eric Babier und die Ehrung der diesjährigen Preisträger schlossen das Jubiläums­festival dann ab. Den German Independence Award gewann der Film ­„Temporary Difficulties“, „Fauve“ wurde als bester Kurzfilm ausgezeichnet und der Seymour-Cassel-Award ging an die ­Schauspielerinnen Victoria Carmen Sonne und Gabriela Ramos. Wir danken Torsten Neumann und seinem Team, der Stadt und den Sponsoren für fünf Tage feierlichen Ausnahmezustand – und freuen uns auf das Oldenburg Filmfestival 2019!

Kategorie: Events
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