Es ist zusammen­gewachsen, was zusammen gehört.

Interview mit Andreas H. Raßloff

Der Oldenburger Zahnarzt Andreas H. Raßloff bietet mit seinem Spezialisten-Team eine umfassende zahnmedizinische Versorgung an zwei Standorten in der Stadt. Die beiden Praxen in den Stadtteilen Osternburg und Bürgerfelde sorgen auf hohem zahnmedizinischem Niveau für einen oralen Rundumservice. Mit Chapeau-Reporter Lars Görg spricht der überzeugte und dabei angenehm gelassene Dentist über seine Arbeit, den Betrieb und seine Mitarbeiter – aber auch darüber, was den Familienmenschen Andreas Raßloff umtreibt.

CHAPEAU ― Als Junge wollte ich zwar nie Zahnarzt werden, aber gern die Autos, die Uhren und die Häuser meines Zahnarztes haben. Ich bin nicht Zahnarzt geworden, und die Autos, Uhren und Häuser sind Wünsche geblieben. Was hat dich angetrieben, Zahnarzt zu werden?
 
Andreas H. Raßloff ― Das ist witzig, was du da erzählst [lacht]. Diese Verbindung gibt es tatsächlich auch bei mir, wenn auch nachrangig. In meiner Kindheit hatten wir einen direkten Nachbarn, der Zahnarzt war und ein Faible für Autos hatte – nicht für teure Luxusautos, aber für besondere und bereits in die Jahre gekommene Autos. Einen Alfa Romeo Guilia GT, einen Land Rover Defender – halt kein mobiles Mainstream zu jener Zeit. Das hat mich schon als Kind begeistert. Von seiner Praxis erzähle ich heute noch gerne. Die lag oberhalb einer Bäckerei und bereits im Treppenhaus vermischten sich der Geruch der Zahnarztpraxis mit den Gerüchen aus der Bäckerei. Unvergesslich bis zum heutigen Tage. Das war dann die Zeit, in der ich mich entschieden habe. Mit dem Bäckerberuf hätte ich als notorischer Spätaufsteher früher oder später Probleme bekommen.
 
Bist du gleich im ersten Anlauf Zahnmediziner geworden, oder hast du dich zunächst in einem anderen Beruf versucht?
 
Eigentlich hat der Notendurchschnitt meines Abiturs für ein Medizinstudium nicht wirklich gereicht. Ich bewarb mich trotz alledem für ein Zahnmedizinstudium und ging davon aus, zunächst meinen Wehrdienst ableisten zu müssen. Aber wie durch ein kleines Wunder lagen plötzlich eines Morgens die Immatrikulationsunterlagen im Briefkasten – und ich konnte bereits ein Monat später mein Studium in Hannover beginnen. Bis heute halte ich es für eine wunderbare Fügung, dass ich diesen Beruf erlernen konnte und immer noch ausüben darf. Einen facettenreicheren und spannenderen Job kann ich mir für mich nicht vorstellen.

vitra-loft-hamburg-glasfront
Einen spannenderen Job kann ich mir für mich nicht vorstellen.

Viele Zahnarztpraxen versprechen dasselbe: schöne, feste Zähne bis ins hohe Alter. Mit Implantaten, selbstverständlich. Steht der Aspekt auch in deiner Praxis im Vordergrund?
 
Versprechen ist gut, halten ist besser. Natürlich steht bei unseren Patienten der Wunsch nach festem Zahnersatz ganz weit vorne. Und die Möglichkeit mit Implantaten dieses Ziel zu erreichen, wird von Jahr zu Jahr immer besser. Aber nicht in jedem Fall ist dies möglich, und es sollte in einem ausführliches Gespräch anhand aller zur Verfügung stehenden Diagnostik – wie 3D-Röntgen, Modellanalyse und so weiter – geklärt werden. Klar ist, dass ein optimal angefertigter Zahnersatz ganz wesentlich zur Steigerung der Lebensqualität beiträgt.
 
Ich kann also auch zu dir kommen, wenn ich „nur“ Zahnschmerzen habe?
 
Natürlich kannst du dann zu uns kommen! Das gesamte Praxisteam ist auf alle Eventualitäten eingestellt und freut sich, wenn wir dir helfen können.
 
Habt Ihr eine Kassenzulassung? Oder, wie ich es aus dem Ruhrgebiet noch
kenne, „alle Kassen außer Knappschaft“?

 
[Lacht] Alle Kassen, auch Knappschaft… auch wenn die seltener bei uns vorkommt. Wir unterscheiden auch nicht, ob jemand privat oder über eine gesetzliche Kasse versichert ist. Wir behandeln grundsätzlich alle gleich und versuchen den Patienten eine maßgeschneiderte Versorgung zukommen zu lassen.
 
Du hast zwei ziemlich erwachsene Kinder. Hast du die beiden beeinflusst, ein gescheites Abitur und dann ein Zahnmedizinstudium zu machen?
 
Meine Söhne sind völlig frei in ihren Entscheidungen, was sie lernen und einmal werden wollen. Keiner ist in irgendeiner Form bewusst beeinflusst worden. Egal, was sie werden: Sie sollten ihren Beruf mit Begeisterung ausüben. Gerade der Zahnarztberuf erfordert vollen Einsatz: handwerkliches Geschick, Geduld, Kreativität – und die Lust auf Menschen. Wenn man Menschen und die unmittelbare Nähe zu ihnen nicht mag, ist man falsch in dem Beruf. Und das gilt nicht nur für Patienten, sondern auch für Mitarbeiter, mit denen man auf kleinstem Raum mitunter sehr hoch konzentriert und in gegenseitiger Achtung zusammenarbeitet.
Meine Söhne haben diesen Beruf viele Jahre begleitet und mitbekommen, was es heißt, mit vollem Engagement zu leben. Tatsächlich hat das beide Söhne nicht abgeschreckt: Der ältere von beiden hat eine Zahntechnikerausbildung in Oldenburg abgeschlossen und studiert bereits Zahnmedizin im 4. Semester. Der Jüngere wird noch in diesem Jahr seine Zahntechnikerausbildung abschließen und will ebenfalls darauf aufbauen.
 
Was ist dran an dem Gerücht, der Numerus Clausus sei von der Ärzte-Lobby damals initiiert worden, um die Anzahl derer, die etwas vom Kuchen abhaben wollen, zu begrenzen?
 
Dazu kann ich wenig sagen, aber möglich ist alles. Sollte da etwas dran sein, dann hat es zu mindestens in meinem Fall nicht geklappt. Allerdings habe ich als „Herzens-Oldenburger“ nach dem Studium auch Hindernisse in meiner Heimatstadt aus dem Weg räumen müssen. Aber letztlich hat es funktioniert, und es ist hier zusammengewachsen, was zusammen gehört.
Tja, und was den Numerus Clausus betrifft, sollte doch allen klar sein: Es darf hier nicht nur um die Abiturbesten gehen, die diesen Beruf ausüben können. Die Auswahl sollte möglichst schnell auch auf Personen ausgeweitet werden, die dafür handwerklich wie auch menschlich geeignet sind und die für diesen Beruf „brennen“. Zum anderen sollte der Politik und den Hochschulgremien schon längst aufgefallen sein, dass eine Frauenquote bis zu 90 Prozent in einzelnen Universitätsjahrgängen nicht wirklich ausgewogen und zukunftsträchtig sein kann.
 
Hast du in deiner Praxis ein vollkommen normales, durchschnittliches Patientengefüge?
 
Grundsätzlich ja. Wir haben ein großes Patienten-Klientel, weil wir spezielle Behandlungen anbieten, die nicht überall vorgenommen werden können. Die Besonderheit ist, dass bei uns sämtliche Behandlungen durchgeführt werden und für alle Fachbereiche unterschiedliche Spezialisten zur Verfügung stehen. Ein Beispiel: Wir haben schon vor 25 Jahren mit Sanierungen unter Vollnarkose begonnen. Zunächst für Kleinkinder. Die sind nicht so behandlungsfähig wie Größere und wurden damals unter teilweise traumatischen Bedingungen behandelt. Das wollte ich den kleinen Patienten einfach nicht mehr zumuten und habe eine Anästhesistin für unser damals noch kleines Team gefunden. In den vielen Jahren hat sich daraus ein tolles Gesamtkonzept entwickelt. Auch viele Erwachsene, die sehr ängstlich sind, nehmen unsere Angebote wahr. Und das an fast drei Tagen in der Woche. Das sind Patienten aus dem gesamten ostfriesischen Bereich, der Wesermarsch, aus Süd-Oldenburg und bis in das Bremer Umland. Allein durch diese Art der Behandlung ist unser Einzugsgebiet weit über die Region hinausgewachsen, so dass Patienten teilweise auch aus dem Ausland zu uns kommen.

Gerade der Zahnarztberuf erfordert vollen Einsatz: handwerkliches Geschick, Geduld, Kreativität – und die Lust auf Menschen.

Das schränkt sicherlich auch den Kreis der Wettbewerber ein. Nicht jeder Zahnarzt ist zugleich auch Konkurrent?
 
Wir sehen die anderen Praxen nicht als Konkurrenten, da wir zum Teil eng miteinander kooperieren. Viele Behandler überweisen uns auch Patienten mit schwierigen zahnärztlichen Problemstellungen, die unter anderem auch unter Vollnarkose angegangen werden müssen. Abgesehen davon ist der Behandlungsbedarf in Oldenburg ausreichend groß, so dass für alle Kollegen genug zahnärztliche Arbeit anfällt.
 
Ist Lachgas wieder eine Möglichkeit der Sedierung?
 
Ja, und es wird seit einigen Jahren bei uns eingesetzt.
 
Das habe ich als Kind sehr geliebt…
 
Lachgas ist ja eine Art der Sedierung, die lange Zeit nur noch vereinzelt in Deutschland durchgeführt worden ist. Es gab vor Jahrzehnten immer mal Probleme mit der Dosierung. Inzwischen haben sich die Geräte erheblich entwickelt, die Technik ist bedeutend komplexer geworden, und Mängel bei der Dosierung sind ausgeschlossen. Lachgas ist also wieder hochaktuell, und wir nutzen es regelmäßig. Insbesondere bei Kindern, aber auch bei Erwachsenen.
 
Als Kind hatte ich immer Angst vor der Spritze. Ich war dankbar und begeistert, als ich zum ersten Mal Lachgas bekam. Die kleine Maske, der süßliche Geschmack im Rachenraum – und dann war auf einmal alles vorbei. Sensationell!
 
Es ist wirklich faszinierend und bei ordnungsgemäßer Anwendung ohne Risiken. Im Gegensatz zu allen anderen Sedierungsformen ist hier anschließend auch die Verkehrstüchtigkeit gegeben. Alle unsere Ärzte und bestimmte Mitarbeiterinnen haben natürlich eine Lachgasausbildung hinter sich und die Wirkung von Lachgas auch selbst ausprobiert. Das war auch für uns in der Ausbildung das Highlight!
 
Ist Zahnarzt ein anstrengender, ein
fordernder Beruf?

 
Aber sicher. Ich bin regelmäßig in einer gewissen Anspannung. Sicherlich hilft mir, dass ich bereits diesen Beruf seit fast 30 Jahren ausübe und vieles routiniert abläuft. Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, die mich abfordern. In der Regel handelt es sich dann um chirurgische Eingriffe, die für Überraschungen immer mal gut sind. Und genau dann ist es besonders wichtig, ein gut eingespieltes Team um sich zu haben. Im zahntechnischen Bereich arbeiten wir mit hochqualifizierten Technikern vor Ort zusammen. Wir sind schon mächtig stolz darauf, was wir schon so manches Mal zum Wohle und zur Freude unserer Patienten gemeinsam planen und umsetzen konnten. Das Besondere an diesem Beruf ist die unabdingbare Notwendigkeit, stets auf den Patienten fokussiert zu sein. Es gibt wohl kaum einen anderen Beruf, bei dem man Menschen derart „invasiv“ nahe kommen darf. Und das mitunter schon nach sehr kurzer Kennenlernzeit.
 
Gynäkologen und Urologen fallen mir spontan ein…
 
Genau, wobei die einem meist nicht gleichzeitig ins Gesicht gucken müssen [lacht].
 
Mhmm – das ist richtig.
 
Dieses „Auge in Auge“ arbeiten, wo jede Art von Mimik, jedes Blinzeln schon eine besondere Art von Einfühlungsvermögen erfordert. Je ängstlicher ein Patient ist, umso aufmerksamer ist er.
 
Erzeugt das bei dir mitunter Stress?
 
Natürlich. Es wäre gelogen, wenn ich sage, ich bin ständig entspannt. Aber es ist auch gleichermaßen spannend, sich ständig auf neue Situationen einzulassen und diese mit Fingerspitzengefühl und Erfahrung zu bewältigen.
 

Besondere alte Autos haben mich schon als Kind fasziniert.
vitra-loft-hamburg-obergeschoss

Wie gehst du damit um?
 
Zunächst einmal habe ich ein tolles Ärzte- und Mitarbeiterteam um mich herum. Wir pflegen einen ausgesprochen guten Zusammenhalt. Das ist überhaupt nicht übertrieben. Bei Stress holen wir uns gegenseitig ab und bringen uns auch gegenseitig wieder runter. Und wir versuchen bei der Arbeit auch Spaß zu haben. Das überträgt sich auch auf unsere Patienten. Von ihnen bekommen wir deswegen viel positives Feedback, und das bestätigt und freut uns immer. Ein weiteres Glück natürlich ist die Familie, ohne deren Rückhalt das alles nicht möglich wäre. Nach einem arbeitsreichen Tag ziehe ich mich nicht zurück, sondern genieße das Zusammensein und ein kleiner Spaziergang mit unseren Hunden rundet den Tag optimal ab. Außerdem versuche ich in regelmäßigen Abständen mich „auszuloggen“, um anschließend wieder erholt und kreativ zu sein.
 
Kreativ werden – was darf ich mir darunter vorstellen?
 
Nun ja, mein Beruf ist ja sehr vielfältig und unsere zahnärztliche Struktur recht groß. Da geht es ja nicht nur um den rein zahnmedizinischen oder ästhetischen Aspekt der Arbeit. Ich finde es sehr wichtig, dass wir auch medial immer auf dem neuesten Stand sind. Speziell in der Außendarstellung, wie zum Beispiel auf unserer Internetseite. Damit kann ich mich prima kreativ ausleben und einige Stunden und Tage beschäftigen. By the way, inzwischen hat unsere Website die fünfte Version (grinst)!
Aber auch in die Gestaltung der Praxisräume investieren wir regelmäßig. Wir verbringen einen sehr großen Teil unseres Lebens auf der Arbeitsstelle. Deshalb lege ich großen Wert auf das Praxisambiente, damit wir und unsere Patienten sich wohl fühlen.
 
Das Thema Werbung bei Ärzten war doch durchaus umstritten. Wie ist deine Einstellung dazu?
 
Ich bin zu einer Zeit angefangen, in der Werbung nach außen tatsächlich noch stark umstritten war und angeblich nicht dem ärztlichen Ethos entsprach. Trotzdem hatte ich von Anfang an das Bedürfnis, das Besondere an unserer Praxis nach außen darzustellen. Und ich hatte Spaß daran, Informationen auf verschiedensten Wegen an Patienten weiterzugeben, sei es über Print- oder Digitalmedien. Dieser Linie sind wir bis zum heutigen Tage treu geblieben und freuen uns, dass wir so auch über die Region hinaus einen großen Bekanntheitsgrad erworben haben. Allerdings darf nicht unterschätzt werden, wie viel Arbeit es kostet, regelmäßig qualitative Beiträge für regionale Zeitschriften, Fachzeitschriften und für soziale Medien zu erstellen.
 
Eingangs erzähltest du, dass alte Autos mit ein Auslöser für deine Berufswahl waren. Spielen klassische Automobile auch heute noch eine Rolle für dich?
 
Tatsächlich habe ich nach wie vor ein Faible für Oldtimer, aber es bleibt mir eigentlich viel zu wenig Zeit dafür. Nur die Teilnahme an den „Oldenburg Classic Days“ bekomme ich immer hin. Das ist auch bereits fürs nächste Jahr festgelegt und im Kalender eingetragen. Ich bewundere das tolle ehrenamtliche Engagement der Organisatoren und des gesamten Teams. Die haben dort etwas Tolles für die Region auf die Beine gestellt. Es gibt keine bessere Möglichkeit, um das Oldenburger Umland richtig kennenzulernen.
 
Bist du Schrauber oder Putzer?
 
Ich schraube ja schon den ganzen Tag. Insofern bin ich wohl eher Putzer, und selbst da könnte ich besser sein. Einigen wir uns darauf: Am Liebsten fahre ich.
 
Ich denke, die Begeisterung für alte Autos ist klassenlos und weitestgehend frei von Sozialneid.
 
Na ja, das kann ich nicht wirklich unterschreiben. Der Oldtimer wird in der heutigen Zeit zunehmend zum reinen Investment. Dem einem oder anderen wird es gar nicht mehr möglich sein, noch einen Klassiker zu erwerben und zu halten. Zum Glück sind nicht alle Fahrzeuge von diesem finanziellen Hype betroffen. So kann die Faszination auf breiter Ebene erhalten bleiben. Ich hänge sehr an meinen Citroën Traction Avant 11 CV, der bis heute erschwingliche Preise aufruft.
 
… das aus alten Filmen bekannte klassische „Gangster-Auto“…
 
Damals war er ungeheuer fortschrittlich, heute ist er wahnsinnig faszinierend. Die tolle Straßenlage, der französische Ursprung, ein grundehrliches Auto. Es hat eine gewisse Bodenständigkeit, was ich sehr liebe. Und ich spüre, dass dieses Auto auch andere Leute begeistert. Von Neid ist da keine Spur zu merken, einfach die Begeisterung für die pure Ästhetik dieser Zeit.
 
Fühlst Du Dich angesprochen, wenn man sagt, dass Menschen mit einem Hang zu alten Autos grundsätzlich gern im Gestern leben?
 
Das muss nicht der Fall sein. Wir leben ja in einer schnelllebigen Zeit und bewegen uns schon mehr im Morgen und Übermorgen als im Hier und Jetzt. Da tut es mir gut, mich einfach nur mal in den Oldtimer zu setzen, die Natur zu genießen und eine eigene kleine Zeitreise in die Vergangenheit zu machen.

Es gab und gibt immer noch viele Glücksmomente. Dafür bin ich dankbar.

 
Das verstehe ich gut. Um runterzukommen, liebe ich ein geselliges Essen.
 
Ich bin auch überaus glücklich, dass wir als Familie viel gemeinsam miteinander machen, obwohl meine Söhne inzwischen erwachsen sind. Wir treffen uns zum Essen und fahren immer noch ab und zu gemeinsam in den Urlaub. Das ist allerdings nicht immer ganz einfach zu planen.
 
Wo trifft man Andreas H. Raßloff, wenn man nicht in seine Praxis kommt? Sind du und deine Frau gesellig und viel unterwegs?
 
Im Prinzip kann man uns überall in Oldenburg antreffen. Wir gehen gern essen, treffen gern Leute. Aber dann brauchen wir auch immer wieder und regelmäßig unsere Ruhezeiten. Zeit gemeinsam und jeder für sich selbst.
 
Du machst einen sehr unaufgeregten und gelassenen Eindruck. Bist du als Chef genauso – ein Team-Mensch?
 
Wir haben in der Praxis ein sehr angenehmes Miteinander, ohne ständig klarzustellen, wer wo steht. Probleme versuchen wir auf Augenhöhe zeitnah und gemeinsam zu lösen. Da es sich bei uns um eine Praxis-Sozietät handelt und mehrere Chefs an Bord sind, ist die Verantwortung auf unterschiedliche Ebenen verteilt. Als Seniorpartner und Gründer der Praxis werden mir in Absprache mit den Partnern einige Entscheidungsfreiheiten zugesprochen. So kann einiges auf kurzem Wege entschieden werden. Ich kann auf das Vertrauen meiner Kollegen und Mitarbeiter zurückgreifen.
 
Sonst wärst du wohl kaum seit 25 Jahren erfolgreich tätig.
 
Es hat alles sehr klein angefangen, ohne Patientenstamm und finanzielles Kapital. Da gab es noch nicht die Vision, irgendwann mal eine Praxis in dieser Größe zu führen. Die ist von Tag zu Tag gewachsen. Das hat den Vorteil, dass wir Stück für Stück dazu lernen konnten – auch den Umgang mit Mitarbeitern. Ich bin, wenn du so willst, an den Aufgaben gewachsen.
 
Wenn du in diesem Augenblick auf die 25 Jahre zurückschaust: empfindest du Stolz oder…
 
Stolz und Dankbarkeit !
 
… Glück?
 
Es ist eine Mischung aus allem. Ich bin stolz darauf, dass es uns – und das ist mir ganz wichtig – gemeinsam gelungen ist, eine derartige Praxisstruktur mit zwei Standorten aufzubauen. Das hätte ich allein nie geschafft!
Und Glück? Ich hatte immer tolle Unterstützung seitens meiner Eltern, meiner Frau, meiner Kinder und meiner Mitarbeiter. Das ist Glück. Wenn ich mir das jetzt so bewusst mache: Es gab viele Glücksmomente, und es gibt sie immer noch. Dafür bin ich dankbar. Und ich bin stolz auf all die vielen Patienten, die uns über die vielen Jahre die Treue gehalten haben. Es ist faszinierend zu sehen, dass die Kleinkinder von gestern heute bereits selbst Kinder haben und mit ihnen zusammen die Praxis aufsuchen.
 
Gab es zwischendurch auch mal ernste Probleme, kennst du aus eigener Erfahrung Existenzangst?
 
Natürlich tritt so etwas immer mal auf – und es ist möglichweise auch gut, um notwendige Veränderungen durchzuführen. Dabei ist egal, ob es dafür gesundheitliche oder wirtschaftliche Gründe gibt.
 
Bei zwei erwachsenen Söhnen steigt die Chance, selbst Großvater zu werden. Denkst du gelegentlich an den Ruhestand?
 
Den Gedanken schiebe ich ganz sicher nicht vor mir her. Mir ist bewusst, dass ich Mitte Fünfzig bin. In anderen Berufen denken da viele übers Aufhören nach oder befinden sich bereits im Ruhestand. Aber ich bin nach wie vor umtriebig und hoffe, noch ganz lange weiter arbeiten zu können. Entscheidend ist, dass es die Gesundheit zulässt. Ginge es nur um die reine Freude an der Arbeit, könnte ich arbeiten bis ich hundert bin. Ich fürchte allerdings, damit würde ich keinem etwas Gutes tun. Aber ich plane nie zu weit im Voraus, sondern wäge immer die jeweilige Situation ab. Bislang habe ich dann meist richtig entschieden.
 
Dann wünsche ich dir noch viele gute Jahre als Zahnarzt, zur richtigen Zeit die richtige Entscheidung – und danke dir für das gute Gespräch!

Ich hatte immer tolle Unterstützung seitens meiner Eltern, meiner Frau, meiner Kinder und meiner Mitarbeiter.
Das ist mein Glück.

Die Praxis Osternburg
Dragonerstraße 1
26135 Oldenburg
Tel. 0441 / 252 25
info@praxis-osternburg.de
 
Die Praxis Bürgerfelde
An der Südbäke 1
26127 Oldenburg
Tel. 0441 / 63 0 53
info@praxis-buergerfelde.de
 
die-oldenburger-zahnaerzte.de

Kategorie: Advertorial
Chapeau - Das Magazin für kultivierte Lebensart - Logo