Lebensart DIE BESTEN FILME…

DIE BESTEN FILME…

Interview mit Torsten Neumann

…SCHNAPPT MAN AUF DEN LETZTEN METERN

Fotos: Pino Petrillo

Vom 11. bis 15. September ist wieder Filmfestzeit in Oldenburg. Im CHAPEAU-Gespräch erzählt Festivalleiter Torsten Neumann, warum er das Programm und seine prominenten Gäste erst kurz vor Beginn des Fests bekannt geben kann – und warum Oldenburg festivaltechnisch irgendwo zwischen Cannes, Toronto, Venedig und Utah zu lokalisieren ist.

Info – Das Internationale Filmfest Oldenburg wird seit 1994 in der Stadt veranstaltet und zeigt über fünf Tage jeweils 50 Spiel- und Dokumentarfilme sowie etwa 20 Kurzfilme. Darüber hinaus werden Reihen und Retrospektiven zu bemerkenswerten Filmemachern und Schauspielern veranstaltet. Torsten Neumann ist Mitbegründer und seit 1998 alleiniger Leiter des Festivals, das in den Jahren seines Bestehens schon Weltstars wie Stacy Keach, Deborah Kara Unger, Sean Young, Nicolas Cage, Lou Diamond Philips oder Keith Carradine begrüßen konnte. Das US-Magazin MovieMaker wählte das Filmfest Oldenburg 2015 unter die „25 Coolest Film Festivals in the World“.

CHAPEAU: Im letzten CHAPEAU-Interview hast du gesagt, das Filmfest Oldenburg sei ein Ganzjahresjob. Was hast du denn in der Zeit nach dem letztjährigen Festival bis heute so alles auf die Beine gestellt?

TORSTEN NEUMANN:
atsächlich muss ich den Leuten meinen Job ziemlich oft erklären. Wenn man nicht nah an der Festivalarbeit dran ist, stellt man sich vor, ein paar Filme gucken und das war’s. Aber wir als unabhängiges Filmfest haben zu wenig Budget und deshalb auch keine feste Struktur. Wir müssen in jedem Jahr wieder bei Null anfangen. Wir müssen die Finanzierung neu aufstellen, die Anträge stellen, mit Sponsoren sprechen. Zum Glück haben wir einige Förderer, die schon lange Jahre dabei sind. Das erleichtert die Arbeit, und trotzdem muss dieser Bereich intensiv betreut werden. Wir müssen auch jedes Jahr wieder eine neue Mannschaft zusammenstellen. Wir haben zwar mittlerweile auch langjährige Mitarbeiter, aber nicht unbedingt dauerhaft. Einige gute Leute gehen nach ein paar Jahren auch mal woanders hin. Oldenburg ist leider nicht unbedingt für alle der Ort, an dem sie nach dem Uni-Abschluss unbedingt bleiben wollen. So geht alles immer wieder von vorn los. Das Festival ist bis ins Detail Handarbeit und wirklich sehr umfangreich. Das alles macht es spannend und lebendig, aber „Ganzjahresjob“ ist eine absolute Untertreibung.

„In einige Filme gehst du rein und denkst nach 15 Minuten, das geht gar nicht.“

CHAPEAU: Ihr habt im letzten Jahr das 25-jährige Jubiläum gefeiert. War das für das Festival auch so etwas wie eine Zäsur, und ihr macht in diesem Jahr alles ganz anders?

TORSTEN NEUMANN:
Nein. Wir gehen in jedem Jahr einen Schritt voran, aber auch diesmal wird es vor allem wieder ein Festival mit neuen Filmen und interessanten Entdeckungen werden. Insofern war das 25. Jahr fundamental gar nicht so viel anders als das 24. oder das 23., und das 26. Filmfest Oldenburg wird genau so.

CHAPEAU: Was darf man über die zweite Staffel erfahren?

TOM WLASCHIHA:
Naja, das oberste Gebot bei allen Serien lautet nun mal: „Keine Spoiler!“ Es wäre ja auch langweilig, wenn ich die Story schon verraten würde. Nur so viel: Hagen Forster ist am Ende der ersten Staffel schwer verwundet worden. Aber ich drehe die zweite Staffel, also wird er wohl durchkommen. Es sei denn, ich spiele jetzt eine andere Rolle – den Zwillingsbruder von Hagen Forster, zum
Beispiel (grinst).

CHAPEAU: Habt ihr schon Zusagen für neue Filme?

TORSTEN NEUMANN:
Ja, einige. Wir haben schon wirklich tolle Filme entdeckt. Für ein Festival gibt es zwei Wege, an neue Filme zu kommen. Der erste funktioniert darüber, dass Filmemacher oder Produzenten ihre Werke bei uns einreichen. Wir haben in diesem Jahr drei internationale Plattformen, über die man Filme bei uns einreichen kann. Da kommen schon mal über 1000 Filme rein, die wir sichten müssen. Darüber hinaus gibt es die großen Filmmärkte, auf denen im Grunde jeder vor Ort ist, der Filme macht und sie verkaufen oder präsentieren will. Dort schaut man, hört und fühlt auch ein bisschen, was in diesem Jahr angesagt ist. Auch da suchen wir Filme. Darüber hinaus erhalten wir auch Vorschläge von Vertriebsfirmen, mit denen wir schon länger zusammenarbeiten. Das alles ergibt einen Mix aus Filmen, die eingereicht werden und die wir selber entdecken. Daraus stellen wir das Programm zusammen.

CHAPEAU: Ist der Filmmarkt in Cannes der wichtigste Ort, an dem ihr euch über Neuheiten informiert?

TORSTEN NEUMANN:
Cannes ist tatsächlich unser zentraler Punkt, auch weil das im Mai stattfindet und vom Timing sehr gut passt. Das ist nah genug an unserem Festival dran und doch weit genug, um zu sehen, wo die dort gezeigten Filme schließlich landen und ob sie für uns verfügbar sind. In Cannes ist die ganze Filmwelt vertreten, und jeder will zeigen, was er hat. Auch die Berlinale hat einen Filmmarkt, aber der ist schon im Februar und damit im Grunde zu früh für uns, um passende Filme herauszufischen. Nach dem Festival in Oldenburg gibt es dann noch den American Film Market. Aber dort suchen wir keine Filme mehr, das ist eher ein Ort, wo man Networking macht, Kontakte pflegt und hört, was gerade produziert wird oder welche Projekte im Entstehen sind. So ist Cannes tatsächlich unser wichtigster Startpunkt für das Programm.

CHAPEAU: Mit wie vielen Leuten seid ihr dort?

TORSTEN NEUMANN:
Zu zweit.

CHAPEAU: Sprecht ihr euch ab, welche Filme ihr euch da anschaut?

TORSTEN NEUMANN:
Ja, aber wir können längst nicht alle sehen. Das sind ja so viele. Dazu habe ich noch zahlreiche Termine mit den ganzen Vertrieben, sammle dann noch Screenings ein. In der Kernzeit haben wir immer an die 15 Filme gleichzeitig am Laufen. Ohne Vorbereitung nach Cannes zu fahren, ist verheerend, aber nicht flexibel sein, ist auch doof. Manchmal muss man aus den Vorführungen zwischendurch wieder raus. In einige Filme gehst du rein und denkst nach 15 Minuten, das geht gar nicht. Aber dann bekommst du natürlich nur ganz kurze Eindrücke. Das ist das Brutale an diesem Markt.

CHAPEAU: Wie wichtig sind die VIP-Partys – kann man dort auch Deals abschließen?

TORSTEN NEUMANN:
Ich glaube, in Cannes nicht. Wir sind 1997 zum ersten Mal zum Filmfest nach Cannes gefahren. Irgendwann hast du keinen Bock mehr auf die Partys. Der „Hollywood Reporter“ hat immer spektakuläre Filmpartys geschmissen. Da war es einfach Sport, dabei zu sein. Aber jetzt ist dort alles anders, nicht mehr so spektakulär. Networking ist wichtig, aber in Cannes muss das nicht auf Partys stattfinden.

CHAPEAU: Ihr startet in diesem Jahr am 11. September. Bis wann muss das Programm stehen?

TORSTEN NEUMANN:
Wir sind ja ein relativ kleines Festival. Fünf Tage mit ungefähr 50 Filmen. Da kann man in dem Punkt noch relativ lange offen sein. Die letzten Filme haben wir wirklich erst Mitte August an Bord, und die Zeit brauchen wir auch. Unser Festival liegt unmittelbar vor der großen Awards-Season im Herbst und im Umfeld der großen Festivals in Toronto und Venedig. Viele Anbieter warten die Entscheidung ab, ob sie ihre Filme dort zeigen können. Deswegen ist es für uns in vielen Fällen ganz wertvoll, dass wir unser Programm nicht schon im Juli dicht machen müssen. Die besten Filme schnappt man ganz klar auf den letzten Metern.

CHAPEAU: Setzt ihr eine letzte Frist für Zusagen, oder wird bis zur letzten Minute improvisiert?

TORSTEN NEUMANN:
Das beste Beispiel war Nicolas Cage. Das war ein Tag… (stöhnt). Die Einladung lief schon länger. Einerseits ganz offiziell über das Management und zusätzlich auf Umwegen über ein paar direkte Drähte. Das Management hat sich überhaupt nicht bei uns gemeldet und alle Deadlines verstreichen lassen. Ich habe dann nochmal gesagt, dass wir jetzt wirklich etwas hören müssen, sonst können wir die Einladung nicht aufrecht halten. Einen Tag, bevor wir mit dem Programm in den Druck gegangen sind, kam der Anruf, dass Nicholas Cage nach Oldenburg kommt. Wir haben daraufhin noch einmal alles komplett umgestellt, überlegt, wie wir das ganz schnell einbauen und wie wir unser Programmheft noch paar Tage hinausschieben können und es dann trotzdem pünktlich zum Vorverkauf vorliegen haben. Der Verkaufsstart war dann wirklich die allerletzte Frist, aber auch halsbrecherisch. Das hat uns mal so richtig herausgefordert.

CHAPEAU: Stellen Hollywoodstars besondere Ansprüche und Bedingungen bei Einladungen – wie einen Erste-Klasse-Flug und Limousinenservice?

TORSTEN NEUMANN:
Manchmal ist das so, aber wir haben noch niemals irgend jemanden eine Antrittsgage geboten. Viele glauben mir das nicht. Auch Produzenten haben mich schon gefragt, wie hast du den hierher bekommen, wie viel hast du dafür gezahlt? Gar nichts! Nicholas Cage wusste sogar, dass wir nicht in der Lage gewesen wären, ein First-Class-Ticket von Los Angeles hierher zu bezahlen. Er hat das mit seinem Team so terminiert, dass er vorher in Italien war und danach ein PR-Event in Moskau hatte. Er hat es wirklich möglich gemacht, hierher zu kommen. Na klar, ab einem bestimmten Bekanntheitsgrad müssen die Leute Business Class fliegen. Leider ist die so schrecklich teuer geworden. In früheren Jahren war es für uns einfacher, zwei Tickets einzukalkulieren. Jetzt sind die im Preis wirklich brutal gestiegen. Das ist für uns ein Problem, denn unser Ruf wird immer besser, und man könnte jetzt Leute einladen, die auf keinen Fall noch ECO fliegen können. Die US-Stars sind alle bei der Screen Actors Guild organisiert, und die erlaubt nicht, dass Schauspieler und Produktionsfirmen Economy fliegen. Ich habe ja mittlerweile einen Draht zu Menschen, die in dem Bereich arbeiten, und auch Freunde. Und die sagen mir, wenn ich am Flughafen in Los Angeles gesehen werde, wie ich in die Holzklasse des Fliegers einsteige, macht die Presse daraus sofort eine Geschichte und schreibt, dass er wohl pleite ist… Das ist eine ganz eigene Welt, und das habe ich früher auch nicht so bedacht. Aber darüber hinaus haben wir es noch nicht mit Leuten zu tun gehabt, die darauf bestanden, Erste Klasse zu fliegen oder in der Limousine Champagner von der oder der Marke vorzufinden.

„Nicolas Cage hat uns mal so richtig herausgefordert.“

CHAPEAU: Habt ihr für dieses Jahr schon einen Star an der Angel?

TORSTEN NEUMANN:
Die Angel haben wir schon in die richtige Richtung ausgeworfen, aber es hat noch keiner angebissen (lacht). Natürlich haben wir schon Ideen und auch schon ein Panorama von Filmen, in denen spannende Leute mitspielen. Ich weiß aber aus Erfahrung, dass die Gästeliste meistens als Letztes dingfest gemacht wird. Zum heutigen Zeitpunkt kann ich leider noch nicht einmal ins Schwelgen geraten und sagen, dass ich mich furchtbar darüber freuen würde, wenn es mit der oder dem klappt.

CHAPEAU: Sind die Filme, die ihr jetzt schon sicher habt, überwiegend bereits bei einem Verleih, und haben auch schon einen Termin für einen regulären Kinostart?

TORSTEN NEUMANN:
Nein, das sind alles Filme, die noch keinen Verleih haben. Mit den Verleihern ist im Moment noch gar nichts gesichert, und selbst wenn wir deren Filme dann mit an Bord nehmen, wissen sie meist noch gar nicht sicher, was sie mit dem Film machen und wann sie ihn im Kino starten wollen. Aber bei den eingereichten Filmen haben wir schon Sachen entdeckt, die mich richtig begeistert haben. Da spielen auch interessante Schauspieler mit, aber das ist auch nur der erste Angriffspunkt, an dem wir darüber nachdenken, wie wir diese Filmen im Programm präsentieren. Das Schönste daran ist, das ist alles kein Muss. Wir können auch einen Ehrengast haben, der keinen aktuellen Film hat. Letztes Jahr hatten wir Keith Carradine, der hatte keinen aktuellen Film, auch Nicolas Cage hatte keinen aktuellen Film. Es kommt wie es kommt.

CHAPEAU: Das Filmfest Oldenburg genießt ja den Ruf, das „deutsche Sundance“ zu sein. Das Sundance-Festival in Utah wurde von Robert Redford gegründet und gilt als weltweit wichtigstes Forum für das Independent-Kino. Warst du schon mal dort?

TORSTEN NEUMANN:
Nein, das findet um den Jahreswechsel herum statt, und das ist für uns als Festivalmacher die schlechteste Zeit. Da haben wir so gar keine Kohle und kämpfen darum, irgendwie in das nächste Projektjahr hineinzukommen. In Sundance war ich noch nie, aber wir pflegen seit langem eine Freundschaft zum Slamdance Festival in Utah. Das ist ein kleines Gegen-Festival, das sich als Underdog in Park City etabliert hat. Zu der Zeit ist ganz Hollywood in diesem kleinen Kaff in den Rocky Mountains, und die machen da ihr eigenes kleines Festival, greifen dort alle wichtigen Leute ab. Robert Redford hat Slamdance anfangs als Parasiten bezeichnet, aber das ist dann so groß geworden, dass er sich irgendwie mit ihnen arrangieren musste. Wir haben mit Slamdance eine lange Freundschaft, und wenn ich im Sommer nach L.A. fliege, um Kontakte zu machen, arrangieren die immer ein Treffen, laden die ganzen Indie-Filmemacher ein und stellen sie mir vor. Das ist immer sehr nützlich. Natürlich ist auch der Name Sundance sehr schön und ein Markenzeichen. Das ist das Independent-Festival für die Welt, und wenn Oldenburg in dem Zusammenhang genannt wird, ist es ohne Frage ein super Kompliment.

CHAPEAU: Robert Redford wäre ja auch nicht schlecht für eine Hommage in Oldenburg…

TORSTEN NEUMANN:
Ich wurde mal in einem Interview gefragt, was wir uns für das Festival wünschen und wo wir hin wollen. Ich habe geantwortet: „Naja, ich wünsche mir, dass Sundance irgendwann als das amerikanische Oldenburg bezeichnet wird.“ (Lacht.) Daraufhin hat ein früherer Oldenburger Bürgermeister gesagt: „Torsten Neumann ist so etwas wie der deutsche Robert Redford“. So ging dieser blöde Gag immer weiter, und dann haben wir auch in Cannes im Daily des „Hollywood Reporter“ eine Anzeige geschaltet mit dem Spruch „Robert Redford is America’s Torsten Neumann“ (lacht.) Das gab großes Gerede, und die dachten, jetzt drehen wir durch. Aber es wäre natürlich ein großes Highlight, wenn Robert Redford hier tatsächlich einmal aufschlagen würde.

CHAPEAU: Hast du eigentlich einen persönlichen Lieblingsfilm?

TORSTEN NEUMANN:
Ja. „Blade Runner“ war für mich die absolute Initialzündung.

CHAPEAU: Der alte Film von Ridley Scott?

TORSTEN NEUMANN:
Ja, den neuen finde ich richtig doof. Den alten habe ich an die 27 Mal im Kino gesehen. Das war noch im Raschplatz-Kino in Hannover, und die 35-Millimeter-Kopien waren schon ganz durchgenudelt. Der Film wurde an den Klebestellen immer dünner. Dort fehlten dann ein paar Bilder, und die Lücken wurden in bestimmten Szenen immer größer. Irgendwann war dann alles wieder da, und wir haben uns gefreut: Endlich haben die eine neue Kopie gezogen! Als sich „Blade Runner“ durch die 80er Jahre hindurch zum Kultfilm entwickelt hat, war ich dabei. Der Film hat bei mir ganz viel bewegt, und für mich ist er weiterhin ein Monolith des Kinos.

CHAPEAU: Schaust du dir auch die neuen Filme von Ridley Scott an?

TORSTEN NEUMANN:
Ja, aber nicht mehr unbedingt und nicht mit dem gleichen Kribbeln. Er hat zwischendurch auch ganz schön viel Schrott fabriziert. Vielleicht scheitern Filmemacher irgendwann an ihrer Größe und an einer bestimmten Erwartungshaltung. Sie wählen Stoffe aus, die die Produktion zu einer monströsen Verantwortung aufblähen. Aber er kann Geschichten erzählen. Ich fand zum Beispiel „Der Marsianer“ ganz wunderbar, wirklich toll. Eine einfache Geschichte, die so gut erzählt war.

CHAPEAU: In dem Beruf hast du ja auch schon eine große Erfahrung. Würde es dich reizen, mal ein Drehbuch zu schreiben oder Regie zu führen?

TOM WLASCHIHA:
Der Gedanke ist sicher reizvoll. Allerdings habe ich an jedem Set und bei jeder Rolle, die ich spiele, immer noch das Gefühl, dass ich als Schauspieler noch ganz viel dazulernen kann. Ich weiß auch, wie anstrengend Drehbuchschreiben und Regieführen sind. Mit Ken Duken habe ich „Berlin Falling“ gedreht, und er hat gleichzeitig gespielt und Regie geführt. Da hast du dann für wirklich alles die Verantwortung am Set. Ich habe meistens mit mir selbst und meiner Rolle genug zu tun. Aber wer weiß – vielleicht irgendwann in der Zukunft.

CHAPEAU: Wie funktioniert die Finanzierung des Filmfests, wer sind eure wichtigsten Sponsoren?

TORSTEN NEUMANN:
Nordmedia ist der größte Förderer, die EWE ist Premiumsponsor, und auch die OLB ist seit dem ersten Festival als Hauptsponsor dabei. Über die Jahre ist daraus eine richtige Partnerschaft geworden. Die wissen, dass wir auf hohem Niveau jonglieren und wenig Planungssicherheit haben. Wir machen auch den „Walk of Fame“ zusammen, und die fragen mich natürlich, ob ich schon weiß, wer der Geehrte in diesem Jahr wird. Ich sage dann immer nein, aber vertrauen Sie mir. Das machen die auch, die sind da wirklich cool. Aber wir sind schon manchmal ganz schön kräftig ins Schwitzen gekommen. Wir müssen ja noch die richtigen Buchstaben für den Stein bestellen, den wir da verlegen. Am Ende läuft es immer auf drei, vier mögliche Namen hinaus, und dann sitzen wir da und zählen die „E“s und die „A“s. Das machen die super mit, das sind richtige Partner. Darüber hinaus gibt es dann das Sponsoring von allem, was wir so an Netzwerken, Förderern und Unterstützern mobilisieren können, nach Möglichkeit regional. Das sind nämlich die besten Partner. Die bleiben länger dabei, und das hat sich über die Jahre gut bewährt.

CHAPEAU: Dann wünschen wir euch viel Erfolg für das 26. Filmfest Oldenburg.

Kategorie: Lebensart
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